Entwicklung der Steuerung
Bevor die Entwicklung der Steuerung begann, lief die Anlage mit einem vergleichsweise kleinen Speicher (30kWh) ohne besondere Maßnahmen zwei Jahre im Netzparallelbetrieb. Da das VICTRON-System von sich aus alle Energiemengen von Verbräuchen, Entnahmen und Erzeugungen im 15-Minuten-Raster aufzeichnet, stand somit eine riesige Menge reeller Daten zur Verfügung, auf deren Basis ein Steuerungsalgorithmus entwickelt werden konnte. Anhand geeigneter Visualisierungen der Daten wurden Muster identifiziert, Sonderfälle herausgefunden und Steuerparameter abgeleitet. Anschließend war es möglich, in einer Simulation den Algorithmus gegen die reellen historischen Daten von Verbrauch und Erzeugung zu testen, um die optimale Parametrierung zu ermitteln, bei der es möglichst selten zu einem Speicherüberlauf oder einem leeren Speicher kommt. Erst dann begann die Implementierung in Node Red und die eigentliche Entwicklung der Steuerungslogik für den laufenden Betrieb. Über Monate der Beobachtung und Verfeinerung wurden weitere Steuerungsprobleme aufgedeckt und schrittweise behoben.
Das folgende Flussdiagramm zeigt die Struktur der Steuerung:

Die Steuerung besteht aus mehreren logischen Einheiten: der Bildung einer Verbrauchsprognose, der Bildung einer Ertragsprognose und der Ermittlung des Strompreisprofils sowie aus der zentralen Steuerungslogik, die alle Mess- und Prognosedaten zusammenführt und visualisiert und die Hardware entsprechend ansteuert.