Auslegung der Steuerung

Hilfreich für die Planung der Steuerung ist der Umstand, dass das Gebäude hinsichtlich Stromversorgung aufgrund der Größe der Solar-Anlage im Wesentlichen von Anfang März bis Ende Oktober zu 100% energie-autark ist (mit kleinen tageweisen Einschränkungen an den Rändern des Zeitraums). In dieser Zeit spielt daher der Aspekt „Reserve“ eigentlich gar keine Rolle – ein längerer Netzausfall bliebe praktisch unbemerkt, abgesehen von der dann fehlenden Einspeisung des Überschusses. Die Steuerung kann daher für diese Zeit mit Fokus auf die Strategie „Netzdienlichkeit“ ausgelegt sein.

Umgekehrt ist in den verbleibenden vier Monaten des Jahres (abgesehen erneut von den Rändern des Zeitraumes) der Solarertrag gering und gleichzeitig der Strombedarf für die Wärmepumpe so hoch, dass selbst an sonnenreichen (Winter-)Tagen die Solarproduktion untertags etwa im Bereich des laufenden Verbrauchs liegt. Daher spielt hier der Aspekt der „Netzdienlichkeit“ hinsichtlich der Überschusseinspeisung in der Regel keine Rolle, womit die Steuerung für diese Zeit mit dem Fokus auf die Strategie „Reserve“ ausgelegt sein kann. Ohnehin ist mit einem Netzausfallszenario bei entsprechenden Wetterlagen mit höherer Wahrscheinlichkeit nachts in den Wintermonaten zu rechnen.

<< zurück

weiter >>