Verbrauchsprognose
Jede Nacht um 23 Uhr wird die Verbrauchsprognose berechnet:
- Verbrauchsmessung 24h
Der saldierte Verbrauch der letzten 24h wird ausgelesen und der Energiemengenzähler auf Null gestellt. - Mittelwert und extrapolierter Trend der letzten 10 Tage
Der Verbrauchswert wird in eine FIFO-Tabelle („first-in-first-out“) geschrieben, so dass diese stets die Werte der letzten 10 Tage enthält. Der daraus gebildete Mittelwert ist ein gleitender 10-Tage-Mittelwert, der seinerseits in eine zweite FIFO-Tabelle geschrieben wird, die alle gleitenden Mittelwerte der letzten 10 Tage enthält. Aus ältestem und jüngstem Wert wird linear auf morgen extrapoliert und so ein Vorhersagewert als Trendwert gebildet. Kurzfristige Schwankungen werden somit eliminiert, längerfristige Tendenzen jedoch sehr präzise abgebildet.

- Wetterdaten: Tagesmittel der Temperatur heute / morgen
Die Temperaturdaten werden aus den MOSMIX-Modelldaten beim Deutschen Wetterdienst über das Internet abgerufen, es handelt sich um Tages-Mittelwerte, die eine Aussage zum erwartbaren Heizenergiebedarf ermöglichen. - Datenbank: Energieverbrauch in Abhängigkeit von der mittleren Außentemperatur
Die heutige Tagesmitteltemperatur wird auf ganze Grad gerundet zusammen mit dem aktuellen Verbrauchswert in eine Datenbank geschrieben, in der zu jeder Außentemperatur zwischen -10°C und +20°C die Verbrauchswerte gesammelt und Mittelwerte gebildet werden.

- Verbrauchserwartung laut Temperatur
Zu der für morgen vorhergesagten, gerundeten Tagesmitteltemperatur wird aus der Datenbank der Mittelwert der eingetragenen Verbrauchsdaten abgerufen. - Verbrauchsprognose für die nächsten 24h
Aus dem 10-Tage-Trend und der temperaturabhängigen Verbrauchsprognose wird die Gesamtprognose für morgen gebildet. Sie berücksichtigt, dass der Energiebedarf des Gebäudes maßgeblich vom Bedarf der Wärmepumpe abhängt, durch Einbeziehung des Trends aber auch, dass das Gebäude thermisch träge ist, also der Heizbedarf sich nicht sprunghaft mit der Außentemperatur ändert, sondern mit Verzögerung folgt.